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Wer war Friedrich Fexer?

„Benannt wird der Campus nach Friedrich Fexer, einem Gymnasiasten aus Wien Landstraße, der gegen die Nazis Widerstand leistete. Es ist eine der vielen bislang zu wenig bekannten Schicksalsberichte aus dem Österreichischen Widerstand und soll der kommenden Generation als Vorbild für Zivilcourage in Erinnerung bleiben und zeigen, dass das Eintreten für humanitäre Werte Bestand hat“, so Donaustadts Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy.
 

Friedrich Fexer, der nach dem Krieg den Verband Sozialistischer Studenten Österreichs mitbegründete, leistete als Schüler des Gymnasiums Kundmanngasse im 3. Wiener Gemeindebezirk Widerstand. Fexer war, neben Josef Landgraf, Ludwig Igalffy und Anton Brunner Teil einer Vierergruppe, die im Sommer 1941 durch Flugblätter und Klebezettel Kritik am nationalsozialistischen Regime übte. Die Materialien der Gruppe riefen mit der Aufschrift „Komm zur V-Armee – besiegt Hitler!“ zur Unterstützung von Churchill´s „Victory-Army“ auf. Er wurde, nachdem er Flugzettel verteilt hatte, von einem Mitschüler denunziert und verhaftet. Während in Deutschland die Geschwister Scholl Teil der deutschen Identität wurden, ist die Vierergruppe aus Wien immer noch wenig bekannt. Die Briefe, die Fexer damals aus dem Gefängnis seiner Familie schrieb, sind zentraler Bestandteil eines Buchs von Manfred Pawlik.
 

Nationalratsabgeordnete Ruth Becher, Fexer-Sohn Felix Fexer, Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy.
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